Maßnahme B52HE152000109, Technische Hochschule Nürnberg, Sanierung der Verwaltungsgebäude am Prinzregentenufer 41 und 45, Fachplanung Technische Ausrüstung M

Auftraggeber
Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg, Erlangen
Leistungsart
Dienstleistung
CPV
71321000 – Technische Planungsleistungen für maschinen- und elektrotechnische Gebäudeanlagen
Region
Bayern
Erfüllungsort
Nürnberg
Veröffentlicht
30.10.2026
Frist
30.11.2026
Geschätzter Wert
357.143 €
Lose
1

Beschreibung

Umfang der Beschaffung - Beschreibung: Fachplanung Maschinenwesen (Anlagengruppen 1, 2, 3 und 8 gemäß Anlage 15.2 der HOAI) für die Sanierung der denkmalgeschützten Verwaltungsgebäude Villa KS und KR der Technischen Hochschule Georg‑Simon‑Ohm (THN). Der Freistaat Bayern, vertreten durch das StBA Erlangen‑Nürnberg, beabsichtigt die Sanierung der Gebäude KS und Villa KR der THN am Prinzregentenufer 41 und 45. Die Villen KS (Baujahr 1922) und KR (1928) sind zwei freistehende Gebäude auf einer Grundstücksfläche von 3.497 m². Die Nettogeschossfläche (NRF) beider Gebäude beträgt insgesamt 1.296 m², sie sind komplett leergezogen. Sie dienen primär der Verwaltungsnutzung. Zudem sollen die Villen als Herz des Campus für weitere Nutzergruppen der THN nutzbar gemacht werden. Geplant ist die Realisierung von Büro‑ und Verwaltungsräumen sowie von Co‑Working‑Flächen, Besprechungsräumen und Multifunktionsflächen, unter anderem für kleinere Veranstaltungen. Die beiden Villen stehen unter Denkmalschutz. Abgesehen kleiner Umbauten wurden seit über 45 Jahren keine Sanierungen durchgeführt. Insbesondere KR befindet sich in einem stark maroden Zustand mit umfangreichen Fassaden‑, Mauerwerks‑ und Feuchteschäden. KS ist zwar in einem besseren Zustand, weist jedoch ebenfalls Risse und Putzabplatzungen an den Außenwänden sowie umlaufend aufsteigende Feuchtigkeit im Sockelbereich der Kellergeschosse auf. Die Gebäude entsprechen nicht mehr den funktionellen, technischen und hygienischen Anforderungen. Die Bausubstanz bedarf einer Grundsanierung, die in gleicher Weise die zugehörigen technischen Einrichtungen umfasst. Die haustechnischen Anlagen und Installationen sind nahezu vollständig verbraucht und sind auf aktuelle Standards zu ertüchtigen. Das vom Nutzer vorgegebene Raumprogramm ist in den beiden Gebäuden zu realisieren: NUF 1-6: 1.143 m² NUF 7: 109 m² TF: 44 m²

Komplex erweist sich, den Vorgaben aus Brandschutz, Barrierefreiheit sowie Denkmalschutz gerecht zu werden. Die denkmalpflegerischen Belange sind in höchstem Maße abzustimmen und zu berücksichtigen. Bauphysikalisch ist der energetische Standard im staatlichen Hochbau EGB 55 anzustreben.

Der Auftrag umfasst beide Gebäude als Gesamtmaßnahme, Planung und Baudurchführung sollen soweit möglich parallel laufen. Aus diesem Grund werden in der Objektbildung beide Gebäude je Anlagengruppe gemeinsam betrachtet. Das Honorar wird nach der Summe der anrechenbaren Kosten ermittelt. Zur besseren Verfolgbarkeit sind insbesondere Kostenaussagen, Planungskenndaten und Ausschreibungen je Gebäude einzeln zu ermitteln und zusammenfassend zu addieren.

Die Baudurchführung ist nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit zu realisieren.

Es ist vom Vorhandensein verschiedener Schadstoffe auszugehen, insbesondere KMF in Dämmungen sowie Asbest, z.B. in Bodenbelägen und Dichtungen. Hierzu gab es bereits Voruntersuchung, die Begleitung durch einen Schadstoffgutachter ist vorgesehen. Im Zuge des Rückbaus technischer Anlagen sind alle Schadstoffe vollständig fachgerecht zu entsorgen. Ziel ist ein Schadstofffreies Gebäude.

KG 410 - Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen In beiden Gebäuden soll die Sanitärinstallation gemäß vorliegendem Raumbuch erneuert werden. Die alten Installationen sollen vor der Sanierung komplett demontiert werden. Der Hausanschluss für die Trinkwasserversorgung im KR- Gebäude erfolgt aktuell direkt über den städtischen Versorger. Es ist zu prüfen, ob zukünftig eine Anbindung an das bestehende Campusnetz möglich ist. In den beiden öffentlichen Bauten ist jeweils ein barrierefreies WC zu beplanen. Die technischen Anlagen sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren. In der Planung soll geklärt werden, ob sanitäre Einrichtungen unterhalb der Rückstauebene entfallen können. Die Anschlüsse an die Regen- und Schmutzwasserentsorgung außerhalb der Gebäude im Jahr 2023 saniert. Technische Anlagen wie z.B. Zisternen zur Regenwassernutzung sollen in der Vorplanung geprüft werden.

KG 420 – Wärmeversorgungsanlagen In beiden Gebäuden soll die Wärmeversorgung vollständig erneuert werden und in der Planung mittels Heizlastberechnung neu dimensioniert werden. Die alten Installationen sollen vor der Sanierung komplett demontiert werden. Die beiden Gebäude sollen zukünftig über das bestehende THN Campus - Nahwärmenetz versorgt werden. Dabei ist zu prüfen, ob die Anschlussleistung der Fernwärmeübergabestation (N-Ergie) ausreichend ist. Im KS-Gebäude liegt bereits ein Nahwärmeanschluss vor, die KR-Villa wird aktuell mit Gas beheizt. Hier muss ein Nahwärmeanschluss erstellt werden. Im Zuge der Planung soll geprüft werden, ob die Wärmebereitstellung über ein Niedertemperaturflächenheizsystem möglich ist.

KG 430 - Lufttechnische Anlagen Im Bestand gibt es keine raumluft- oder kältetechnischen Anlagen. Im WC-Bereich soll zukünftig ein Mindestluftwechsel stattfinden. Weitere technische Lüftungsanlagen sind bisher nicht angedacht, der Umfang soll auf ein notwendiges Minimum beschränkt werden, die Nutzung von Fensterlüftung wird angestrebt. Der sommerliche Wärmeschutz ist einzuhalten. Auch auf eine mechanische Kühlung soll so weit wie möglich verzichtet werden, allerdings mindestens für die notwendige EDV-Infrastruktur notwendig.

KG 480 – Gebäudeautomation und Automation von Ingenieurbauwerken Aktuell gibt es Überwachung per Gebäudeautomation. Zukünftig sollen Stör- und Betriebsmeldungen sowie die Zählung der Energieverbräuche der Anlagentechnik auf die übergeordnete Gebäudeleittechnik des technischen Betriebsdiensts aufgeschaltet werden.

Weitere technische Herausforderung im Zuge der Planung und Ausführung

Der bauliche Brandschutz ist konsequent umzusetzen, Zulassungen im Einzelfall sind zu vermeiden. Es wird davon ausgegangen, dass keine Brandschutztechnischen Anlagen aus der Anlagengruppen 7 notwendig sein werden. Weitere planerische Herausforderungen werden die begrenzten Technikflächen und die Realisierung des Schallschutzes sein.

Originalbekanntmachung öffnen

Ähnliche Ausschreibungen

Weitere Ausschreibungen in Bayern · Weitere Ausschreibungen: Architektur und Planung · Alle offenen Ausschreibungen

Mit Ausschreibungspilot analysiert die KI die Vergabeunterlagen, prüft Ihre Eignung und erstellt einen Angebotsentwurf.

14 Tage kostenlos testen – keine Kreditkarte nötig.