Ausschreibungen für Tiefbau und Straßenbau

357 offene Ausschreibungen, Stand 25.10.2026.

Tief- und Straßenbauaufträge vergeben die Tiefbauämter der Städte und Gemeinden, Landkreise für ihre Kreisstraßen, die Straßenbauverwaltungen der Länder, die Autobahn GmbH des Bundes, Abwasserzweckverbände, Stadtwerke und Wasserversorger sowie Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Typisch sind Fahrbahnerneuerungen, Geh- und Radwege, Kanalbau und -sanierung, Leitungs- und Glasfaserausbau, Erschließungen sowie Erd- und Abbrucharbeiten. Viele kommunale Straßen- und Kanalbaumaßnahmen liegen unterhalb der EU-Schwellenwerte und werden national ausgeschrieben.

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Öffentliche Aufträge: Tiefbau und Straßenbau

Vergeben wird nach der VOB/A; Sektorenauftraggeber in der Wasser- und Energieversorgung oder im Verkehr wenden oberhalb der EU-Schwellenwerte die SektVO an. Technisch prägen die ATV der VOB/C und die Regelwerke der FGSV (etwa ZTV und RStO) die Leistungsbeschreibung, für die Verkehrssicherung gelten die RSA 21. Seit dem 1. Juli 2026 erlaubt das Vergabebeschleunigungsgesetz bei Verkehrsinfrastrukturvorhaben, deren Auftragswert den doppelten EU-Schwellenwert übersteigt, unter bestimmten Voraussetzungen eine Gesamtvergabe aus zeitlichen Gründen.

Aktive Auftraggeber

  • DB InfraGO AG – Geschäftsbereich Fahrweg (Bukr 16) (Frankfurt Main) – 19 offen
  • DB InfraGO AG ? Geschäftsbereich Fahrweg (Bukr 16) – 13 offen
  • Grün und Gruga – 9 offen
  • Hansestadt Wismar, Rechtsamt (Wismar) – 5 offen
  • Berliner Wasserbetriebe (Berlin) – 4 offen
  • DB InfraGO AG – Geschäftsbereich Personenbahnhöfe (Bukr 11) (Berlin) – 4 offen
  • Die Autobahn GmbH des Bundes - NL Ost (Halle (Saale)) – 4 offen
  • Die Autobahn GmbH des Bundes - NL Südbayern (München) – 4 offen

Nach Bundesland

Typische Aufträge

  • Fahrbahnerneuerung und Deckensanierung von Gemeinde- und Kreisstraßen
  • Neubau von Geh- und Radwegen
  • Kanalbau und Kanalsanierung für Abwasserbetriebe
  • Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten
  • Tiefbau für den Glasfaser- und Breitbandausbau
  • Erd-, Abbruch- und Aushubarbeiten
  • Umbau von Knotenpunkten, Kreisverkehren und Bushaltestellen

Tipps für Bieter

  • Denken Sie die Verkehrssicherung früh mit: Für Arbeitsstellen an Straßen gelten die RSA 21, und Auftraggeber können einen Fachkundenachweis nach MVAS 99 für die verantwortliche Person verlangen.
  • Prüfen Sie Baugrundgutachten, Leitungspläne, Angaben zu Homogenbereichen und Vorgaben zur Entsorgung von Aushub – hier liegen typische Kalkulationsrisiken.
  • Kalkulieren Sie Massenpositionen sorgfältig im GAEB-Leistungsverzeichnis: Beim Einheitspreisvertrag wirken sich größere Mengenabweichungen nach § 2 VOB/B auf die Vergütung aus.
  • Planen Sie Ausführungsfristen mit Blick auf Sperrzeiten, Verkehrsführung und Witterung, etwa bei Asphaltarbeiten.
  • Wenn der Auftraggeber Nebenangebote zulässt, können alternative Bauverfahren – etwa grabenlose Kanalsanierung – Ihr Angebot wirtschaftlicher machen.

Wichtige CPV-Codes

  • 45230000 – Bauarbeiten für Rohrleitungen, Fernmelde- und Stromleitungen, für Autobahnen, Straßen, Flugplätze und Eisenbahnen; Nivellierungsarbeiten
  • 45231000 – Bauarbeiten für Rohrleitungen, Fernmelde- und Stromleitungen
  • 45232410 – Kanalisationsarbeiten
  • 45233140 – Straßenarbeiten
  • 45233220 – Oberbauarbeiten für Landstraßen
  • 45234000 – Bauarbeiten für Eisenbahnlinien und Seilbahnsysteme
  • 45111000 – Abbrucharbeiten, Baureifmachung und Abräumung
  • 45112000 – Aushub- und Erdbewegungsarbeiten

Häufige Fragen

Wo finde ich Ausschreibungen für Straßenbau und Tiefbau?

Europaweite Verfahren stehen im EU-Amtsblatt (TED), nationale Ausschreibungen auf den Vergabeplattformen von Kommunen, Ländern und der Autobahn GmbH sowie im Bekanntmachungsservice des Bundes. Diese Seite zeigt die aktuell offenen Ausschreibungen mit den CPV-Codes 4523 und 4511 aus beiden Quellen.

Welche Regelwerke gelten bei Straßenbauausschreibungen?

Vertragsgrundlage sind meist VOB/B und die ATV der VOB/C, etwa DIN 18300 für Erdarbeiten oder DIN 18317 für Verkehrswegebauarbeiten mit Asphalt. Hinzu kommen die vom Auftraggeber vereinbarten Technischen Vertragsbedingungen der FGSV (ZTV, TL) und für die Verkehrssicherung die RSA 21. Welche Regelwerke gelten, steht in den Vergabeunterlagen.

Was ändert das Vergabebeschleunigungsgesetz im Tiefbau?

Für Vergabeverfahren oberhalb der EU-Schwellenwerte, die seit dem 1. Juli 2026 beginnen, ist bei Verkehrsinfrastrukturvorhaben mit einem Auftragswert über dem doppelten Schwellenwert unter bestimmten Voraussetzungen eine Gesamtvergabe aus zeitlichen Gründen möglich. Die Losvergabe bleibt aber der Grundsatz. Details erläutert der Ratgeber zum Vergabebeschleunigungsgesetz.

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